Gerhard Jahoda: Identische Strukturen pythagoreischer Zahlenschemata


MUSIKZEITnet Harmonikale Foschung Band III

Gerhard Jahoda
„Identische Strukturen pythagoreischer Zahlenschemata“

 I  Das Pythagoreische Lambdoma – Figur und Zahl
Geometrische Grundform des Lambdoma
Geometrische Grundform und Bezifferung
II  Das Pythagoreische Lambdoma – Figur als Zahl
Pythagoreische Drei- und Viereckszahlen
III         Das Pythagoreische Lambdoma  und Villard de Honnecourt
IV         Doppelgestalt des pythagoreischen Tatraktys

Band 3 /Beiträge zur harmonikalen Grundlagenforschung
104 Seiten, 53 Illustrationen
1971, 24×17 cm, 200 gr, Paperback
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ISBN 978-3-85151-013

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Gerhard Jahoda setzt seine Untersuchungen rein graphisch an und unternimmt eine sorgfältige Strukturanalyse der bekannten pythagoreischen Zahlentafeln Lambdoma, Einmaleinstabelle, Helikon (Teilungskanon des Villard de Honnecourt) sowie der Figuralzahlen und der überlieferten Formen der Tetraktys (1, 2, 3, 4 und 6, 8, 9, 12). Seine tiefschürfenden graphischen und mathematischen Überlegungen führen zu der verblüffenden Entdeckung weitgehender Identitäten der verschiedenen Strukturen, die ja voneinander getrennt und teilweise nur fragmentarisch überliefert wurden. Dadurch wird klar, dass hinter der Verschiedenheit der Tafeln und Theoreme eine einheitliche, ganzheitliche mathematische Konzeption gestanden haben muss, deren philologisch-historiche Rekonstruktion derzeit aussichtslos scheint. Die von Jahoda vorgelegten rein phänomenologischen Beweise sind derart zwingend, dass wir sie als höchst wichtige Ergänzung der pythagoreischen Denkweise, ja geradezu als deren Wesenskern begreifen müssen, zumal auch die musiktheoretischen Weiterungen, die zur Ableitung vieler griechischer Tonleitern aus einem der Schemata führen, folgerichtig sind.
Wenn man bedenkt, welch Perspektiven z.B. Lambdoma und Tetraktys erlauben, so führt der Beweis ihrer Zusammengehörigkeit zu Konsequenzen, die weitere Erforschungen lohnen.
Jahoda als Graphikdesigner versucht Zahlentafeln des Altertums graphisch zu erschließen. Identitäten zwischen Zahl, Raum und Kosmos suchen durch Strukturen des Lamdoma Rekonstruktionen der Historie zu ergänzen.