Ligeti, György


ligetiGyörgy Ligeti

Constantin Floros
„György Ligeti“

  1. Persönlichkeit und Grundzüge des Schaffens
    (Identitätsfragen; Entwurf einer geistigen Physiognomik, „Kilviria“, nicht-puristische Musik, Kompositionstechnik; Bewegungstypen, Klanggesten und Ausdruckscharaktere; der imaginäre Raum; neue Klangbilder und Semanteme. „Zystoskopie“, Vakuum und Sphärenmusik; doppelbödige Beziehung zur Tradition; Vielfalt der Inspirationsquellen; universalistisches Kunst- und Musikkonzept …)
  2. Werke
    (Überwindung des Serialismus. Apparitions; Atmosphères; Mikropolyphonie, Requiem; Lux aeterna; Continuum; Cellokonzert; Stücken für zwei Klaviere. Le Grand Macabre. Wende um 1980; Horntrio; Hölderlin-Phantasien; Klavieretüden; „Quasi-Äquidistantialität“ und Polyrhythmik, Klavierkonzert Violinkonzert)
  • Nachwort
  • Werkverzeichnis / Bibliographie

Band 26 /Komponisten unserer Zeit
248 Seiten, zahlreiche Abb. u. Notenbsp.
1996, 22×17 cm, 655 gr, Hardcover
€ 34,80
ISBN  978-3-85151-038-6

                    

Inhalt /als download

Ligetis Schlüsselwerke erstmals mit den zugehörigen Skizzen publiziert.
Die Persönlichkeitsbildung Ligetis wird erhellt, die Kompositionen neu erfasst:
eine authentische Studie zum Werk des vielleicht bedeutendsten Komponisten
in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gestützt auf Gespräche mit dem Komponisten
und aufgrund eingehender Studien der Partituren und Entwürfe werden
die Hauptwerke besprochen und analysiert. Überdies werden viele Fragen
modernen Komponierens erörtert.

Musik muss nicht puristisch sein! Ligetis Interessenssphären sind eher universell: Geschichte, Naturwissenschaft, Literatur, Kunst, Musik verschiedener Epochen und Ethnien. Die erweiterte Welt des Musikalischen umfasst nicht nur Klang und Geräusch, Sprache und Musik, Vokales und Instrumentales, Musik versteht Ligeti als Kosmos des akustisch Gestalteten. Charakteristisch für ihn ist „abwägende Ratio und lebhafte Phantasie, Kalkül und Spontaneität, stilisierende Emotionalität, Liebe für formale Strenge, Leidenschaft für das Neue, nie Dagewesene in der Kunst.“

Constantin Floros, 1930 in Hamburg geboren, lehrte als Professor der Universität Hamburg – ein Universalist, der vom Mittelalter, über Mozart wie Mahler bis zur Moderne forscht.

„MUSIK MUSS NICHT PURISTISCH SEIN“

„Ungewöhnlich die sorgsame, reiche Ausstattung des Buches.“
(Dissonance)

„Man merkt, wie nah Floros dem sich sonst gern abkapselnden Komponisten über zwei gemeinsame Hamburger Jahrzehnte hinweg war. Überdies beeindruckt die intellektuelle Redlichkeit, die es ihm verwehrt, akademische Scheinblüten zu treiben oder minder Eingeweihte von der Lektüre auszuschließen. An Gründlichkeit des Faktischen und Breite des ästhetischen Horizonts, Feinzeichnung der geistigen Physiognomik und Repräsentanz der Werkanalysen stehen die monographischen Vorläufer-Publikationen zum Thema Ligeti diesem Buch durchaus nach.“
(Lutz Lesle/ Neue Zeitschrift für Musik, Mainz)

„Die spannendste, verständlichste, analytisch profundeste und gedanklich klarste Arbeit, die zudem erstmals Werkskizzen einbezieht und dadurch die Grundgedanken vieler Stücke verständlich macht.“
(Fonoforum)

„Ungewöhnlich die sorgsame, reiche Ausstattung des Buches.“
(dissonanz/ dissonance)

„Faszinierende Hommage an einen frechen Klassiker.“
(Süddeutsche Zeitung)