„Carl Lafite“ – „Kunstlied | Volkslied“


Hg. Joachim Diederichs / Marion Diederichs-Lafite

  • Musik in Wien – Erinnerung (2026), Band I – 178 Seiten
    Melodie der Kindheit
    Im Musentempel
    Auf Wanderfahrten
    Welten
    Vom Schaffen
    Kritik im Feuilleton
  • Volksmusik (1944/2026), Band II – 212 Seiten
    Aus früher Zeit in Österreich
    Von Volkslieder-Basis zu künstlerischer Form
    Wiener ‚Singspiel‘
    Bühnenstücke
    Operette

Buchausgabe beide Bände zusammen 390 S.
€ 60,00 (ISBN 978-3-85151 -104-8 ; -105-5)

down inhalt

Carl Lafite, Wien 1872–1944 St. Wolfgang, wuchs in bekannter Wiener Künstlerfamilie auf. Nach umfassender Lehrpraxis reiste er im Klavierspiel für Geiger Franz Ondříček auf große Konzerttourneen. 1911-21 war er Generalsekretär der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, darauf wirkte er wesentlich in deren Direktorium. Er konnte sowohl musikalische Bildung an der Urania ab 1921 gestalten als insbesondere an der Staatsakademie 1928-38 stilbildende Grundkurse gründen – führend in Wien und weit darüber hinaus vernetzt.

Als Komponist fußt er auf dem Liedschaffen von Brahms, dann Schubert und Wolf.
Zu literarischen Texten nimmt Lafites Tonsprache wachen Anteil in gegebener Zeit.
Ihn interessieren klassische Ordnung wie offene Improvisation – geistig vom
Ursprung bis zu Neuerungen der Jugend, im technischen Wandel für die Gesellschaft.

„DICHTER, KOMPONIST UND WIENER, ALLER KÜNSTE TREUER DIENER“

„Der Lyriker des verfeinerten Wienerliedes, der Instrumentalgesänge,
auch dramatischer Werke wird bleiben.“
Erik Werba (Programm Mozart-Gemeinde, Wiener Musikverein 14.11.1948)

„Lafite pflegt verschiedene lyrische Töne, die kräftige kernige Ausdrucksform des festlichen Chorals, in der ‚Schlichten Weise‘ eine kultivierte volksliedmäßige Diktion, im Tanzlied der Stella Graziöses, Dankbares, äußerlich Effektvolles in Schluss und Pointe, ohne dabei den feinen Ton zu verlieren. Ein trefflicher Musiker von sicherer Haltung, echt wienerisch – darin sehe ich einen Hauptwert.“
Joseph Marx(„Das Liedschaffen Carl Lafites“, Wiener Zeitung 6.5.1951)

Für die eigene Kunst, wo es eben ohne ‚innere‘ Haltung nicht abgeht, da hätte man ihn notwendig gebraucht, als Stütze, besten Kenner einer klassischen Tradition, der in der Pianistik ebenso verlässlich zu Hause war wie er in der Kompositionslehre alles parat hatte.“
Joseph Marx („Carl Lafite“, Wiener Zeitung 17.11.1954)

Carl Lafites zukunftweisendes Verdienst war es, dass er an der Wiener Musikakademie Stilbildungskurse für künstlerische Klavierbegleitung etablierte – eine Reform ohne die unser heutiges Verständnis von Liedgesang nicht denkbar wäre.“
Monika Mertl („Ehrliche Individualität“, in: Wr. Musikverein Musikfreunde 2023/1, S. 37)

„Ein Abend zu Carl Lafite“ im Musikverein Wien
mit Tabea Mitterbauer /S, Andreas Fröschl /Kl
https://www.youtube.com/watch?v=9hJzvBLfgAY

Carl Lafite 150* „Dokumentation“ im Musikverein Wien
https://www.youtube.com/watch?v=7SMNQYrvAzs